Schlagwortarchiv: Zukunft der Arbeit

Überwindung der Preislogik – Ein neuer Ansatz für die Wirtschaft der Zukunft

Die Produktivität der Automatisierung sollte nicht in Arbeitslosigkeit münden, sondern in gesellschaftliche Freiheit

1.   Die Grundlage der hier vorgestellten Vision

Heute haben wir es mit einem technologischen Wendepunkt zu tun:

  • KI und Robotik übernehmen immer mehr Arbeit.
  • Produktion wird zunehmend digital koordiniert.
  • Das bisherige Beschäftigungsmodell gerät dadurch unter Druck.

Neben diesem technologischen Wandel treten strukturelle Probleme des heutigen Wirtschaftssystems immer deutlicher hervor. Kleine und mittlere Unternehmen stehen unter wachsendem Wettbewerbs- und Effizienzdruck. Gleichzeitig nimmt auf gesamtwirtschaftlicher Ebene der Ressourcenverbrauch zu. Parallelentwicklungen ähnlicher Produkte, kurze Produktlebenszyklen, weltweite Transportketten und die Orientierung an Kaufkraft statt am tatsächlichen Bedarf führen dazu, dass erhebliche materielle und energetische Ressourcen eingesetzt werden, ohne den gesellschaftlichen Nutzen entsprechend zu erhöhen. Diese Entwicklungen werfen die Frage auf, ob die gegenwärtigen Koordinationsmechanismen unter den Bedingungen digitaler Vernetzung noch die effizientesten sind.

Ein weiteres Problem ist die zunehmende Aufrüstung, die dazu dient, die aufgrund des allgemeinen Konsumrückgangs entfallenden Arbeitsplätze zu substituieren. Die Aufrüstung wird durch die Schaffung von Feindbildern gerechtfertigt. Diese Kombination erhöht die Gefahr des Ausbruches weiterer Kriege, bei denen der Wiederaufbau der Zerstörungen ebenfalls zu einer willkommenen Quelle für wirtschaftliches Wachstum wird.

2.   Die Befreiung der Unternehmer[1]

Die Marktwirtschaft war die Voraussetzung dafür, dass wir zum heutigen fortgeschrittenen wissenschaftlich-technischem Niveau gelangen konnten. Wenn aber Wettbewerb die Konzentration wirtschaftlicher Macht nicht mehr begrenzen kann und sogar zu immer mehr Ineffizienz und Verschwendung innerhalb der Volkswirtschaft und zu zunehmender Kriegsgefahr führt, müssten wir uns dann nicht fragen, ob die heutige Marktwirtschaft überhaupt noch zeitgemäß ist?

Mit der weltweiten digitalen Vernetzung hat sich die Ausgangslage grundlegend verändert. Erstmals besteht die technische Möglichkeit, Informationen über Bedürfnisse, Produktionskapazitäten und verfügbare Ressourcen nahezu in Echtzeit zusammenzuführen. Unternehmen könnten darauf unmittelbar reagieren. Digitale Plattformen und demokratisch kontrollierte KI könnten Produktionsprozesse zunehmend bedarfsorientiert koordinieren. Die klassische Informationsfunktion des Marktes würde dadurch zumindest teilweise durch direkte Informationsflüsse ergänzt oder ersetzt.

Liegt hier möglicherweise ein bisher wenig beachtetes Transformationspotenzial?

Solange allerdings Preise die zentrale Vermittlungsinstanz bleiben, wird dieses Potenzial kaum nutzbar. Außerdem stören freilich auch die Preise, wenn wir von der alleinigen Wohlstandsmessung über das BIP abkehren wollen.

Mit der hier vorgestellten Vision wird eine real durchführbare Möglichkeit beschrieben, wie die Logik der Preise kurzfristig überwunden werden könnte. Diese Transformation kann ohne staatliche Unterstützung, sondern alleine auf Basis der unternehmerischen Freiheit erfolgen.

Die Unternehmen hätten damit die Möglichkeit, sich nicht nur vom Zwang des Finanzsystems, sondern auch von den Zügeln des Wettbewerbes zu befreien. Der Anreiz, bessere Lösungen zu entwickeln, bleibt erhalten. Er entsteht jedoch nicht mehr aus Existenzdruck und Gewinnstreben, sondern aus der menschlichen Neugier, dem Wunsch nach Anerkennung und dem Bestreben, das Leben anderer Menschen zu verbessern.

Infolge des globalen Charakters der Wirtschaft müsste dies ähnlich wie bei einer globalen Finanzkrise, beim „Nixon-Schock“ (Aufgabe des Goldstandards 1971), beim Montreal-Protokoll (FCKW-Verbot, 1987) oder auch beim ersten Lockdown im März 2020 global und gleichzeitig passieren.

Es würde sich somit um den Übergang in ein neues Paradigma der Menschheitsgeschichte handeln. Demzufolge ist eine neue Denkweise erforderlich.

3.   Eine neue Betrachtungsweise der Volkswirtschaftslehre

Um uns von der Vorstellung der Alternativlosigkeit der Marktwirtschaft oder deren Überwindung durch Vergesellschaftung zu lösen und um die neue Funktionsweise verstehen zu können, ist es erforderlich, verschiedene Betrachtungsweisen der konventionellen Volkswirtschaftslehre und der marxistischen Ökonomie neu zu definieren. Es handelt sich dabei um den Kostenbegriff und den Lebensunterhalt.

3.1. Kostenbegriff

– Konventionelle VWL: Alle für die Produktion eingesetzten Faktoren gelten als Kosten.

Das neue Kostenmodell:

– Der materielle Bestandteil aller produzierten Güter und die für die Produktion erforderlichen Energieträger stammen ursprünglich aus Naturgütern (Rohstoffe, natürliche Energieträger).

– Naturgüter werden nicht von Menschen produziert und haben deshalb keinen natürlichen Preis. Es gibt keine weitere Quelle, die diesen rein materiellen und rein energetischen Naturgütern auf dem Weg bis zum Produkt einen finanziellen Wert geben könnte.

– Alle Wertschöpfung innerhalb der Produktionskette, beginnend mit der Urbarmachung und Entnahme der Rohstoffe und der Energieträger, entsteht deshalb ausschließlich durch menschliche Arbeit.

– Arbeitskosten müssen heute bezahlt werden und Gewinne müssen entstehen, weil Menschen ihren Lebensunterhalt finanzieren müssen.

3.2. Lebensunterhalt

– Konventionelle VWL: Unternehmerisches Handeln wird heute hauptsächlich mit Gewinnerzielung verbunden.

– Marxistische Sichtweise: Nicht die gesamte Arbeitszeit wird entlohnt. Der Mehrwert wird als Gewinn entnommen.

Die neue Definition für Lebensunterhalt

Der eigentliche Zweck der Gewinnerzielung und des Lohnempfanges ist die Sicherung des für jeden Menschen individuellen Lebensunterhaltes. Dazu gehört auch die soziale Absicherung. Bei der Gewinnerzielung geht es außerdem um die langfristige Sicherung des Lebensunterhalts, auch dessen der Nachkommen.

Hauptsächlich bei Unternehmern kommen die Aufwendungen für Repräsentation zur Sicherung von Marktanteilen hinzu, was heute zum teilweise benutzten Klischee der „Superreichen“ führt.

Alles was über den für jeden Menschen individuellen Lebensunterhalt incl. sozialer Absicherung hinausgeht, dient der Bildung von Vermögen in Form von Spareinlagen und Kapital, auf das der Mensch keinen unmittelbaren Zugriff mehr hat. Dieses Vermögen dient meist ebenfalls der langfristigen Sicherung des Lebensunterhaltes.

Die systemimmanente Entgrenzung

4.   Die neue gesellschaftliche Betrachtungsweise

Grundlage der neuen Betrachtungsweise

Behauptung:

Unter Berücksichtigung der neuen volkswirtschaftlichen Definitionen gilt:

  • die zentrale Hypothese:

Der eigentliche Zweck von Löhnen und Unternehmensgewinnen besteht heute darin, den Zugang zum Lebensunterhalt sicherzustellen. Würde dieser Zugang unabhängig vom Einkommen dauerhaft gewährleistet, verlören Löhne und Gewinne ihre ursprüngliche volkswirtschaftliche Funktion. Die Produktion selbst müsste dadurch nicht enden.

Löhne und Gewinne sind kein Selbstzweck. Sie dienen heute dazu, den Zugang zum Lebensunterhalt zu ermöglichen. Wenn dieser Zugang auf andere Weise dauerhaft gewährleistet wäre, verlören Löhne und Gewinne ihre ursprüngliche Funktion.

Lösungsbeschreibung:

  • Daraus ergibt sich ein theoretisches Gedankenexperiment.

Würden alle Unternehmen weltweit in einem gemeinsamen Übergang ihre Produkte und Dienstleistungen ohne Preis abgeben, während die Produktion zunächst unverändert fortgeführt wird, verlören Preise ihre Funktion als Voraussetzung für den Zugang zum Lebensunterhalt.

  • Auf Grundlage des neuen Kostenbegriffes entstehen dadurch keine Kosten mehr bei der Produktion und beim Transport der Güter.
  • Dadurch schließt sich der Kreis, die kostenlose Abgabe der der Produkte und Leistungen ist somit gewährleistet.

Die freie Verfügbarkeit des Lebensunterhaltes gemäß individuellem Bedarf ist wahrscheinlich auch die einzige Möglichkeit, um die Notwendigkeit der Substitution von Arbeitsplätzen durch die Kriegsindustrie zu beenden und den Weg frei zu machen für eine heute überfällige umfassende Automatisierung der Wirtschaft.

Was könnte die Unternehmen motivieren, an dieser Transformation teilzunehmen?

Warum sollten Unternehmen einen solchen Schritt überhaupt erwägen?

Der Vorschlag verändert weder Eigentumsverhältnisse noch Produktionsstrukturen oder Lieferketten. Unternehmen würden weiterhin produzieren, könnten sich jedoch von Preiswettbewerb, Renditeerwartungen und permanentem Wachstumsdruck lösen. Innovation bliebe weiterhin notwendig. Ihr Antrieb wäre jedoch nicht mehr die Sicherung von Marktanteilen, sondern die Verbesserung von Produkten, Prozessen und Lebensqualität.

Voraussetzungen für die Umsetzung

Es gibt keinen Grund, warum die Beschäftigten ihre Aufgaben nicht weiterhin erfüllen sollten, wenn der Lebensunterhalt kostenlos zur Verfügung steht. Am täglichen Leben wird sich übergangsweise nichts ändern, außer, dass die Aufforderung zu unnötigem Konsum entfällt, denn für Geschenke muss nicht geworben werden. Wenn der Arbeitszwang wegfällt, kann sich die intrinsische Motivation, einander zu helfen, bei allen Menschen entfalten.

Jedem Menschen ist klar, dass nur durch diszipliniertes und kooperatives Verhalten ein Kollaps verhindert werden kann. Die Freude über die täglichen Geschenke könnte während des Überganges eventuell entstehende Ungerechtigkeiten zwischen Menschen, deren Arbeitsplätze entfallen und denen, die weiterhin tätig sind, abfedern.

5.   Herausforderung für den globalen gleichzeitigen Übergang

Das Wirtschaftswachstum wird von selbst nicht abnehmen, weil es die Grundlage der Marktwirtschaft bildet. Deshalb werden sich die heutigen globalen Probleme wie Übernutzung der Ressourcen, Kriegsgefahr und Spaltung der Gesellschaft weiter zuspitzen. Würden nicht diese Probleme ein gemeinsames Vorgehen der globalen Wirtschaft rechtfertigen?

Wenn Wettbewerb wirtschaftliche Macht nicht mehr wirksam begrenzen kann, stellt sich die Frage, ob wir Freiheit künftig anders denken müssen: nicht als Freiheit im Markt, sondern als Freiheit von den Zwängen des Marktes. Könnte darin ein neues Verständnis unternehmerischer Freiheit liegen?

Das Modell zeigt, dass es theoretisch möglich wäre, kurzfristig auf Markt, finanziellen Wettbewerb und Wachstumszwang zu verzichten. Die Frage ist, wie es geschafft werden soll, alle Unternehmen weltweit zu motivieren, gleichzeitig ihre Produkte kostenlos abzugeben.

Unabhängig davon, ob sich dieser Vorschlag letztlich als praktikabel erweist, erscheint es sinnvoll, ihn als wissenschaftlich diskutierbare Option zu untersuchen. Der technologische Wandel stellt die traditionellen Annahmen über Arbeit, Einkommen und wirtschaftliche Koordination zunehmend in Frage. Gerade deshalb könnte jetzt der richtige Zeitpunkt sein, alternative Modelle unvoreingenommen zu prüfen.

6.   Abgrenzung zu anderen Transformationsansätzen:

Was dieser Vorschlag ausdrücklich nicht verlangt

  • keine Enteignungen
  • keine zentrale Planwirtschaft
  • keine staatliche Zwangssteuerung
  • keine Reform des Finanzsystems als Voraussetzung
  • keine Abschaffung unternehmerischer Selbständigkeit

Bei der hier vorgestellten Vision liegt die Entscheidung allein bei den Unternehmen — sie wären dann von allen Zwängen des Marktes befreit und könnten sich damit wieder ihrer ursprünglichen Funktion widmen: die Versorgung der Menschen unter Berücksichtigung der Bewahrung der natürlichen Umwelt.

7.   Weitere Fragen

Fragen wie

  • Wie wird die Allokation der Ressourcen gewährleistet
  • Werden wir dann noch arbeiten
  • Was wird mit Luxusgütern

werden im kostenlosen Buch „Die einfache Wirtschaft“ (Lesezeit ca. 3 Stunden) von Eberhard Licht beantwortet.

25.07.2026

Eberhard Licht

licht at economy dot nu

[1] Eingeschlossen in diesen historischen Begriff sind auch die Unternehmerinnen

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Osterbotschaft 2026

An einem ungewöhnlich heißen Frühlingstag im Jahre 2026 treffen sich vier Menschen auf einer Terrasse über einer lebhaften Stadt. Was als lockeres Gespräch beginnt, entwickelt sich schnell zu einer grundlegenden Frage:
english

  • Warum kämpfen wir in einer Welt des Überflusses immer noch ums Überleben?

Im Laufe ihres Dialogs (17 Minuten) stoßen sie auf eine ebenso einfache wie radikale Idee:

  • Was wäre, wenn wir die Wirtschaft völlig neu denken?
  • Ohne den Zwang zu ständigem Wachstum, weil das Internet und die AI die Rolle des Marktes übernehmen.

Es ist ein Gedankenspiel – und ein Blick in eine mögliche Zukunft.

Vielleicht stehen wir nicht vor dem Ende der Welt – sondern bereits in der letzten Phase einer Revolution der Menschheit, hin zu einem Leben in Würde.

🎧 Kopfhörer empfohlen.

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Zum Transkript

licht@economy.nu

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Die Abschaffung der Preise

Charaktere:

Maya:    Eine junge Frau aus Indien, technikaffin, pragmatisch und idealistisch.

Elena:   Eine ältere Frau aus Deutschland, erfahrene Aktivistin, mit einem feinen Sinn für Humor.

Carlos: Ein junger Mann aus Lateinamerika, Unternehmer, der an gesellschaftlichen Wandel glaubt, aber in Widersprüchen steckt.

Max:      Ein älterer Mann aus den USA, ehemaliger Finanzanalyst, weise und kritisch.

1. KAPITEL: DER STURM ZIEHT AUF

Die Szene beginnt auf einer Terrasse mit Blick auf eine lebhafte Stadt. Es ist ein heißer Sommertag.

Maya (blickt seufzend auf die Stadt):
„Es fühlt sich an, als würde die Welt auseinanderbrechen. Alles dreht sich nur noch um Profit, während viele Menschen immer noch um ihr Überleben kämpfen müssen und die Natur immer stärker unter Druck gerät.“

Carlos (grinst):
„Stimmt, aber solange die Börsenkurse steigen, interessiert das doch niemanden, oder? Und wenn die Ozeane leergefischt sind, dann hatten wir immerhin einmal Sushi.“

Elena (ruhig):
„Genau das ist ja das Problem. Wir wissen längst, dass grenzenloses Wirtschaftswachstum unsere Lebensgrundlagen zerstört – und trotzdem machen wir weiter.“

Max (nickt langsam):
„Vielleicht, weil wir glauben, dass wir keine andere Wahl haben. Die Politiker und Ökonomen sagen, dass alles zusammenbricht, wenn das Wachstum aufhört und die meisten Menschen glauben es.“

Maya:
„Aber das stimmt doch gar nicht. Die Wirtschaft produziert längst viel mehr als wir wirklich brauchen. Warum kämpfen wir dann immer noch ums Überleben?“

2. EINE REVOLUTION, DIE SCHON LANGE LÄUFT

Elena (lehnt sich zurück):
„Wenn man es historisch betrachtet, leben wir mitten in einer Entwicklung, die vor etwa zehntausend Jahren begonnen hat.“

Carlos (überrascht):
„So weit zurück?“

Elena:
„So weit ist das gar nicht. Bereits vor zweihundert Tausend Jahren sahen die Menschen schon so aus wie wir heute. Aber in diesen kurzen letzten fünf Prozent der Menschheitsgeschichte veränderte sich alles. “

Carlos:
„Klar, du hast Recht. Bis dahin lebten die Menschen von der Hand in den Mund als Jäger und Sammler und auf einmal schien es, als begänne das Leben sicher zu werden.“

Maya:
„Ja. weil zum ersten Mal mehr produziert wurde, als zum Überleben nötig war. Damals im Zweistromland, in Mesopotamien.”

Carlos:
“Das war aber auch der Anfang von Eigentum, Löhnen und Märkten. Und damit auch der Anfang von Ungleichheit. Einige nahmen sich die Überschüsse der Ernten und lagerten sie in ihren Scheunen, andere mussten für Lohn arbeiten.“

Max:
„Aber seitdem hat sich das System ja auch immer weiterentwickelt, lange Zeit ganz langsam, bis dann nach dem Mittelalter der Wettbewerb entstand, der zur Industrialisierung und dem heutigen Wohlstand für viele Menschen führte.“

Maya (zweifelnd):
„Und heute leben wir nicht mehr von der Hand in den Mund? Sicher, den meisten Menschen geht es gut und es gibt so viel Reichtum wie noch niemals. Aber immer mehr Menschen leben sogar hier bei uns am Rand der Armutsgrenze.“

Elena:
„Eigentlich könnten wir heute alle gut leben. Schau, wie viel Überschuss wir produzieren. Aber irgendwie sind wir immer noch in diesem alten Mechanismus gefangen: produzieren, verkaufen, kaufen und wachsen.“

3. DAS EIGENTLICHE PROBLEM: DER MARKTZWANG

Carlos:
„Aber niemand weiß, was wir ändern sollen. Alle Parteien wollen mehr Wirtschaftswachstum obwohl wir seit 50 Jahren wissen, dass dieses Wachstum unsere Zukunft gefährdet. Haben wir nicht bereits einige globale Grenzen überschritten?”

Max: (mit erhobenem Zeigefinger)
“Und der Internationale Währungsfond sagt ein weiteres Wachstum von einem Viertel für die nächsten fünf Jahre voraus.“

Maya:
„Leider sieht kaum jemand, dass der Markt das Problem ist. Er hat uns ja schließlich zum heutigen Wohlstand geführt. Aber solange wir kaufen müssen, brauchen wir Löhne. Und schon wären wir wieder beim Wirtschaftswachstum.“

Elena:
„Das ist der Kern: Löhne, Gewinne und Preise hängen zusammen. Wenn Löhne steigen sollen, muss mehr verkauft werden.“

Carlos:
„Das kann ich als Unternehmer selbst bestätigen. Wie soll ich höhere Löhne bezahlen, wenn nicht genug Geld hereinkommt! Und die Autoindustrie, die Stütze der gesamten Wirtschaft, verkauft immer weniger Autos.”

Max:
„Und genau deshalb greifen wir sogar auf absurde Dinge zurück – wie die Rüstungsindustrie. Dafür muss man nur ein Feindbild schaffen, dann fließen die Milliarden.“

Maya:
„Ja, und unberechenbare Präsidenten sorgen dafür, dass wir auf einem Pulverfass sitzen, welches jeden Moment explodieren kann.“

4. EINE RADIKALE, ABER EINFACHE IDEE

Elena:
„Was wäre, wenn wir diesen Mechanismus einfach beenden?“

Carlos (skeptisch):
„Wie denn bitte?“

Max:
„Indem wir das zentrale Element entfernen: den Preis. Lasst uns doch einfach einmal brainstormen. Wie sollen wir denn sonst zu neuen Lösungen kommen?“

Carlos:
„Produkte ohne Preise?“

Maya (lächelt):
„Warum nicht? Preise braucht man für den Markt. Aber wir könnten heute direkt bei den Produzenten bestellen – genau das, was wir wirklich brauchen.“

Elena:
„Eigentlich hast du Recht. Das Internet macht das heute möglich. Früher brauchten wir Märkte, um Angebot und Nachfrage zusammenzubringen. Die Preise dienten zum Informationsaustausch zwischen Käufer und Verkäufer. Heute könnten wir uns über das Netz direkt mit dem Produzenten verbinden und ihm genau sagen, was wir brauchen.“

Max:
„Und ohne Preise bräuchte es auch keine Löhne mehr. Denn warum sollten wir bezahlt werden, wenn alles frei verfügbar ist?“

Maya (euphorisch):
„Wooow, dann wäre ja sogar das Problem der steigenden Löhne gelöst – die wären überhaupt nicht mehr erforderlich und damit müsste es auch kein Wirtschaftswachstum mehr geben!“

5. DIE LOGIK DER KOSTENLOSIGKEIT

Carlos: (nachdenklich):
„Moment… wenn alles kostenlos ist, dann…“

Maya:
„Ja, dann brauchen auch die Eigentümer der Ölquellen, der Bergwerke und der landwirtschaftlichen Flächen ihre Profite überhaupt nicht mehr und es wäre ihnen ganz egal, wenn alle Menschen die Rohstoffe kostenlos nutzen würden.“

Carlos:
“Aber wie meinst du das: brauchen sie nicht mehr….”

Maya:
„Nun, wie sollten diese Eigentümer denn etwas kaufen, wenn es nur noch Geschenke gäbe? Es gäbe einfach nichts mehr zu kaufen, sondern sie bekommen alles gratis.”

Elena:
„Ja, bitte denkt nur einmal daran, die Rohstoffe waren in Wirklichkeit nie kostenpflichtig – die Natur verlangt überhaupt kein Geld.“

Max:
„Und wenn dann bei der Produktion ebenfalls keine Kosten entstehen, weil keine Löhne bezahlt werden müssen, dann sind die Endprodukte tatsächlich kostenlos, so wie du es vorhin beschrieben hast, liebe Elena.“

Carlos (langsam nickend):
„Das würde ja wirklich alles verändern…“

6. EIN VORBILD, DAS WIR SCHON KENNEN

Maya:
„Wenn ich es mir recht überlege – eigentlich kennen wir doch dieses Prinzip längst.“

Carlos:
„So? Woher denn? Was meinst du damit?“

Maya:
„Von der Familie. Manche nennen es auch den Care-Bereich. Das ist alles, was dafür sorgt, dass das wirkliche Leben weitergeht und dass am nächsten Tag wieder gearbeitet werden kann. In diesem privaten Bereich wird auch nicht abgerechnet. Es wird einfach getan, was nötig ist.“

Elena:
Der Care-Bereich. Natürlich. Dieser Bereich macht global gesehen genau so einen großen Teil aus wie die Produktion – nur taucht er in keiner Statistik auf, weil dort eben nicht mit Preisen gehandelt wird.“

Maya:
„Ja, genau. Sonst müssten ja die Familienmitglieder oder die Freunde etwas für das Mittagessen bezahlen, das in allen Familien auf der ganzen Welt täglich auf den Tischen steht.“

Max:
„Und das funktioniert erstaunlich gut. Niemand würde auf die Idee kommen, aus Wettbewerbsgründen doppelt so viel zu kochen und dann die Hälfte wegzukippen.“

Carlos:
„Warum machen wir es in der Wirtschaft dann nicht genau so?“

7. BRICHT DANN NICHT ALLES ZUSAMMEN?

Carlos:
„Aber mal ehrlich: Würde die Produktion nach einer solchen Umstellung nicht sofort kollabieren?“

Max:
„Also, wenn ich darüber nachdenke… im ersten Moment müsste sich doch in der Produktion kaum etwas ändern. Um ehrlich zu sein, wir könnten ja die Produktion überhaupt nicht ändern, das System würde sich sofort dagegen wehren und es nicht zulassen.“

Elena:
„Natürlich, die vertrauten Geschäftsbeziehungen gehen ganz normal weiter. Technisch ändert sich überhaupt nichts. Die Fabriken produzieren weiter. Nur ohne Rechnungen.“

Maya:
„Und wir merken es eigentlich nur daran, dass wir am Tage der weltweiten Umstellung nichts mehr bezahlen müssen. Nicht nur an diesem Tag sondern von da an bekommen wir immer alles gratis! Jeder Tag ist dann ein Fest der Geschenke!“

Elena:
„Ich wage mir diesen weltweiten Freudentaumel der Freiheit und des Schenkens überhaupt nicht vorzustellen.“

8. DIE FOLGEN DER UMSTELLUNG

Max:
Aber in den Tagen danach würde etwas Entscheidendes passieren: Es wird nur noch das produziert, was wirklich gebraucht wird. Oder gäbe es vielleicht jemanden, der mehr verschenken würde als nötig?“

Maya:
„Und plötzlich wäre Zeit kein Kostenfaktor mehr. Produkte könnten langlebig und vollständig recycelbar entwickelt und produziert werden, egal wie lange es dauert.“

Carlos:
„Viele Arbeiten könnten automatisiert werden und kein Mensch würde es verhindern wollen,  weil es keine Angst vor Arbeitslosigkeit mehr gibt. Wahrscheinlich würden hauptsächlich schwere, eintönige und gefährliche Arbeitsschritte ganz schnell durch Roboter ersetzt werden.“

Elena:
“Ich könnte mir vorstellen, dass viele Autofabriken auf den Bau von Robotern umgestellt werden könnten. Die notwendigen Maschinen gibt es dort ja schon. Die Umstellung wäre wahrscheinlich recht einfach und würde schnell gehen.“

Carlos:
„Und die Arbeitszeit würde sinken…“

Elena:
„Weil weniger produziert wird.“

Maya:
„Ja! Gab es nicht schon in den neunziger Jahren ein Buch mit dem Titel “Die fünf Stunden Woche?“

9. WAS PASSIERT MIT EIGENTUM?

Elena:
„Und was passiert mit den Unternehmen? Müssen die nicht enteignet und vergesellschaftet werden?“

Max:
„Warum denn? Es geht doch nur um Löhne  und Preise. Die verschwinden doch nicht, nur weil die Unternehmen nach einer Vergesellschaftung anderen Menschen gehören würden. Ich denke, das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun.“

Maya:
„Aber ändert sich denn dann überhaupt etwas?“

Elena:
„Wenn ich es recht überlege – Eigentum wird wahrscheinlich überhaupt bedeutungslos. Heute verdienst du Geld mit Eigentum.”

Maya:
„Ja genau, mit Wohnungen, die du vermietest oder mit Gründstücken, auf denen Rohstoffe gefunden werden oder mit den Feldern, auf denen Getreide angebaut wird. Aber was ist, wenn du nichts mehr mit diesem Geld kaufen kannst?”

Max:
„Genau. Dann ist das Eigentum eigentlich wertlos.”

Carlos:
„Ich vermute mal, wenn du kein Geld mehr mit Eigentum verdienen kannst, aber noch dafür verantwortlich bist, willst du irgendwann, dass es einfach weg ist.”

Elena:
„Das klingt fast so, als würde das Eigentum irgendwann von ganz alleine wieder zu Allmende werden können, also gar niemandem mehr gehören. So, wie es die ganze Menschheitsgeschichte hindurch war, bevor in Mesopotamien zum ersten Mal Eigentum entstanden ist.”

10. WIRD DANN NICHT ALLES GEPLÜNDERT?

Maya:
Wenn es keine Preise mehr gibt, werde ich mir dann jeden Tag ein neues Kleid von Prada holen und jeden Abend in Champagner baden!”

Carlos (grinst):
„Du spinnst ja. Wir haben uns doch längst an diese Situation gewöhnt. Gibt es jemanden, der keine Flatrate nutzt? Netflix oder das Deutschland-Ticket? Aber Niemand schaut rund um die Uhr Serien auf Netflix. Niemand fährt den ganzen Tag sinnlos mit dem Zug durch die Gegend, nur um alles auszunutzen, was geht.“

Elena (lacht):
„Warum wohl? Weil wir kein Interesse daran haben, unsere Zeit mit sinnlosem Konsum zu verschwenden. Wir haben ja dann die Möglichkeit, die Zeit viel sinnvoller zu nutzen.“

Maya:
„Na klar. Ihr habt recht. Wenn Werbung und Preisdruck wegfallen, passiert eher das Gegenteil: Wir nehmen weniger, aber bewusster.“

Max:
„Ich erinnere mich noch an den ersten Lockdown im März 2020. Wir hatten unglaubliche Angst davor, was passiert, wenn die Wirtschaft stillgelegt wird. Aber es wurden keine Geschäfte geplündert, so wie es in vielen dystopischen Filmen gezeigt wird.“

Elena:
„Nein, wir haben wirklich feststellen können, dass die Menschen in dieser Krisensituation fest zusammengehalten haben. Wie wird es dann erst sein, wenn wir uns sicher versorgt fühlen?”

11. DAS ENDE DER KNAPPHEIT

Max:
„Brauchen wir nicht die Preise, um Knappheit zu regeln? Wenn etwas knapp ist, dann ist es auch teuer und weniger Menschen können es sich leisten.“

Carlos:
„Du meinst, wenn etwas knapp ist, dann ist es besonders begehrenswert?“

Maya:
„Ein großer Teil der Knappheit wird heute künstlich erzeugt, gerade um die  Preise hoch zu halten. Gerade auch bei Luxusartikeln oder bei Spekulationen. Oft können nur die Reichen diese Preise bezahlen.“

Max:
“Aber schau mal, wenn es überhaupt keine Preise mehr gibt und alle Menschen bedingungslos versorgt sind, dann ist eigentlich nichts mehr spürbar knapp. Nicht weil es unendlich viel vorhanden ist, sondern einfach deshalb, weil es die Menschen nicht mehr unbedingt haben wollen. Das muss ein wirkliches Gefühl von Freiheit sein.”

Maya:
„Knappheit bedeutet auch Gefahr. Wir merken heute schon, dass Rohstoffe knapp werden. Es gibt bereits Kriege um Rohstoffe. Um das Öl im Iran oder die Bodenschätze im Donbas. Und durch das Wirtschaftswachstum nehmen die Rohstoffe immer schneller ab.“

Carlos:
„Diese Art der Knappheit wird ja dann verschwinden, wenn die Produkte wirklich recyclingfähig konstruiert und produziert werden. Dann werden wir kaum noch neue Rohstoffe brauchen. Das ist aber nur möglich, weil dann die Arbeit nichts mehr kostet.“

Elena:
Da sprichst du einen guten Punkt an. Wenn Arbeit nicht mehr zum Gelderwerb dienen muss, könnte sie ihre Bedeutung vollkommen verändern – sie wird Ausdruck von Kreativität und Beitrag zur Gemeinschaft. Nach kurzer Zeit hat wahrscheinlich jeder Mensch die Möglichkeit, das zu tun, was er am besten kann.“

Max:
„Und wenn niemand mehr aus Zwang arbeiten muss, dann wird auch der Wert der Arbeit ganz anders geschätzt. Die Motivation kommt dann aus der Freude an der Tätigkeit selbst. Dann müssen wir nicht mehr arbeiten, sondern wir wollen arbeiten.“

Maya: (begeistert):
„Ja, wenn ich nicht irgendetwas arbeiten muss, nur um Geld zu verdienen, dann kann ich mir eine Tätigkeit suchen, die mir wirklich Spaß macht und auf die ich mich jeden Abend freue. Vor allem, wenn wir nur noch zwei oder drei Tage pro Woche arbeiten müssen.“

Carlos:
„Überleg mal – die Menschen könnten sogar ihren Leidenschaften nachgehen. Diejenigen, die gerne backen, würden auch mal um vier Uhr früh‘s aufstehen, um leckere Brötchen und Croissants zu machen und anzubieten. Ich kenne sogar jemanden, dem es die größte Freude wäre, auf einem Bagger zu sitzen!“

Maya: (leicht skeptisch):
„Aber was wird dann aus Fortschritt und Innovation?“

Max: (überzeugt):
“Innovation wird zwar auch durch Wettbewerb angetrieben, doch ursprünglich durch die Neugier und den Wunsch, die Welt zu verbessern. In einer solchen Gesellschaft würden Fortschritte in Wissenschaft und Technik auf echte Bedürfnisse abzielen, statt Produkte auf den Markt zu werfen, nur um sie verkaufen zu können.“

12. WIE KANN DAS REAL WERDEN?

Carlos:
„Aber wie kommen wir da hin? Viele Menschen denken, dass die heutige Form des Kapitalismus die höchste Form des Lebens überhaupt ist. Die wenigsten wollen eine wirkliche Veränderung“

Maya:
„Vor ein paar Jahren, als die Fridays for Future-Bewegung anfing, da wollten schon viele Menschen eine wirkliche Veränderung. Leider hat die Corona-Pandemie diese Euphorie kaputt gemacht. Und jetzt diese ganzen Kriege.“

Elena:
„Ich habe die Hoffnung, dass sich die Menschen schon bald wieder der Gefahr für unsere Zukunft bewusst werden. Dann wäre es sehr nützlich, wenn es einen Plan gäbe.“

Max:
„Es könnte ein Drei-Stufen-Plan sein. Wir müssen unbedingt damit beginnen, über die eigentlichen Möglichkeiten der weltweiten Vernetzung zu diskutieren. Das Internet kann ja nicht ewig nur dazu dienen, Herrn Bezos und ein paar andere sagenhaft reich zu machen oder originelle Reels zu posten.”

Elena:
„Genau, das Internet könnte die Versorgung aller Menschen weltweit koordinieren aber dafür müssen wir darüber diskutieren, wie wir die Preise weltweit und mit einem Male verschwinden lassen.“

Maya:
„Ja. Als zweites muss der heutige Krisenzustand anerkannt werden und dann müssen sich Unternehmer:Innen und Beschäftigte an einen Tisch setzen. Die Verhandlungsbasis wäre, sowohl die Gewinne auf der einen Seite als auch die Lohnbuchhaltung auf der anderen Seite zu beenden. “

Carlos (staunt):
„Das ist… erstaunlich einfach.“

Maya:
„Und drittens: wenn keine Einigung erzielt werden kann, dann muss gesellschaftlicher Druck ausgeübt werden. Ein global koordinierter Generalstreik wäre dann das Mittel der Wahl.“

Elena:
„Wenn wir es erst einmal schaffen, weltweit darüber zu diskutieren – wer sollte es nicht einsehen, dass es keine andere Möglichkeit gibt und das heute tatsächlich die Voraussetzungen vorhanden sind.

Max:
„Es wäre das Ende des zerstörerischen Wachstums und der Verschwendung und dafür würde die Wirtschaft wirkliche Freiheit erhalten, ihre eigentliche Aufgabe zu erfüllen – die optimale Sorge für alle Menschen.“

EPILOG: DER LETZTE SCHRITT

Maya: (blickt in die untergehende Sonne):
„Vielleicht stehen wir nicht vor dem Ende der Welt… sondern vor der letzten Phase einer Revolution der Menschheit.“

Elena:
„Genau, ein Schritt, der eigentlich schon lange vorbereitet und bereits überfällig ist.“

Carlos:
„Und der alles friedlich verändern würde, ohne etwas zu zerstören, ohne jemandem etwas wegnehmen zu müssen.“

Maya (lächelt):
„Ja, weil wir längst genug haben.“

Max (hebt sein Glas):
„Und weil wir nur aufhören müssen, alles kaufen und verkaufen zu müssen.“

Alle stoßen an.

Maya:
„Auf die wirkliche Freiheit der Wirtschaft, einer Wirtschaft der Sorge für alle Menschen.“

Berlin, Ostern 2026

Eberhard Licht

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Osterbotschaft 20 26

An einem ungewöhnlich heißen Frühlingstag im Jahre 2026 treffen sich vier Menschen auf einer Terrasse über einer lebhaften Stadt.
english

Was als lockeres Gespräch beginnt, entwickelt sich schnell zu einer grundlegenden Frage:

  • Warum kämpfen wir in einer Welt des Überflusses immer noch ums Überleben?

Im Laufe ihres Dialogs stoßen sie auf eine ebenso einfache wie radikale Idee:

  • Was wäre, wenn wir die Wirtschaft völlig neu denken?
  • Ohne den Zwang zu ständigem Wachstum, weil das Internet und die AI die Rolle des Marktes übernehmen.

Es ist ein Gedankenspiel – und ein Blick in eine mögliche Zukunft.

Vielleicht stehen wir nicht vor dem Ende der Welt – sondern bereits in der letzten Phase einer Revolution der Menschheit, hin zu einem Leben in Würde.

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