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Weltwirtschaft in der Krise

Fast täglich melden die Medien, dass die Weltwirtschaft in einer Krise steckt. Auch das Klima und unsere Gesellschaft entwickeln sich in besorgniserregender Weise.

Es gibt eine sehr überraschende und einfache Lösung.

Was würde denn passieren, wenn ab morgen und für immer alles auf der Welt gratis würde? Wirklich alles und für alle Menschen?

Stellt euch also vor, alle Produzenten und Händler würden alle Waren und Dienstleistungen mit einem Male zu Geschenken machen.

Warum könnte das möglich sein?

Es würde nicht funktionieren, wenn die Erde und die Sonne Rechnungen für ihre Bodenschätze, ihre Früchte, ihre Luft, ihre Energie und ihr Licht schreiben würden.

Aber nicht sie schreiben die Rechnungen, sondern die Eigentümer des Grundes, auf dem die Bodenschätze gewonnen und der Fabriken, in denen die Güter produziert werden.

Stellt euch aber vor, diese Rechnungen wären nicht mehr nötig, weil alles gratis ist.  Die Eigentümer müssten dann keine Rechnungen mehr schreiben, weil Geld seinen Zweck verloren hätte.

Bodenschätze, Früchte oder  Energie könnten dann von allen Menschen unentgeltlich genutzt werden.

Wenn die Produzenten für die Rohstoffe nichts mehr bezahlen müssen, dann müssten sie freilich noch von den Kosten für die Arbeit der Beschäftigten, den Löhnen, Sozialabgaben und Steuern befreit werden.

Wären denn überhaupt noch Löhne, Sozialabgaben und Steuern nötig, wenn alle Güter gratis sind?

Nein, denn alle Menschen wären gratis mit allem versorgt, was für ein Leben in Würde nötig ist. Natürlich auch die Unternehmerinnen und Unternehmer.

Das ist natürlich erst einmal sehr verwirrend, aber schaut einmal, wie es in den Familien funktioniert. Mütter oder Väter verlangen doch auch keine Löhne, deshalb müsst ihr ja auch nichts für das Essen bezahlen. So ähnlich könnte dann auch die Wirtschaft funktionieren.

Was hat das alles nun mit den heutigen globalen Krisen zu tun?

Für Geschenke muss es keine Werbung geben. Jeder Mensch könnte sich dann frei und unbeeinflusst genau das nehmen, was für ein Leben in Würde gebraucht wird.

Es gäbe keinen Konkurrenzdruck mehr und die Produkte könnten langlebig und vollständig recycelbar konstruiert werden.

Deshalb müsste viel weniger produziert werden, es würden viel weniger Ressourcen verbraucht und die Treibhausgasemissionen würden so stark sinken, dass die langfristigen Klimaziele wahrscheinlich schnell erreicht wären.

Arbeitslosigkeit gäbe es nicht mehr, also könnte die Wirtschaft ungehindert automatisiert werden, sodass vor allem schwere, eintönige und gefährliche Arbeiten von Maschinen anstatt von unterbezahlten Arbeitskräften übernommen werden könnten.

Unsere Verantwortung würde dann nicht mehr mit dem Kauf enden, sondern wir fühlten uns dann auch persönlich für die nachhaltige Produktion und für den Schutz der Erde verantwortlich.

Aber, aber, aber, aber …….

Stellt euch diese Freude vor, wenn wir kein Geld mehr bräuchten.

Es gäbe keinen Grund für Plünderungen oder Existenzängste, denn wir wüssten, dass wir auch in Zukunft alles haben würden, was wir brauchen. Tatsächlich würde der Alltag ganz normal weitergehen, so wie er auch heute weitergeht, sogar wenn wir täglich von den Medien vor der Gefahr eines Kollapses gewarnt werden.

Warum sollten wir nicht weiterarbeiten, nur weil uns alles geschenkt wird und wir nicht mehr zur Arbeit gezwungen werden?

Weil es keine technischen Änderungen geben muss, könnte die Wirtschaft übergangsweise ganz normal weiterfunktionieren. Wir würden also gar nicht sofort wahrnehmen, dass sich etwas geändert hat. Die Wirtschaft müsste aber auf Grund der veränderten Randbediungungen nicht mehr künstlich wachsen und würde von selbst nachhaltig werden.

Unternehmerinnen und Unternehmer wären nicht mehr dem Wettbewerb ausgeliefert sondern könnten den Menschen dienen, so wie es ja eigentlich sein sollte.

Macht würde durch Vorbildwirkung und zivilgesellschaftliches Engagement ersetzt werden.

Ein Markt, der seine Entscheidungen nur auf der Grundlage dessen treffen kann, was wirtschaftlich rentabel ist, anstatt dessen, was die Menschen tatsächlich brauchen, würde somit überflüssig werden. Da es nach Abschluss des Übergangs keine Preise mehr gäbe, könnten wir zu einem System der Direktversorgung übergehen, in dem die Menschen das, was sie brauchen, direkt beim Hersteller bestellen.

Die Voraussetzungen dafür sind dank der globalen Vernetzung bereits seit mehreren Jahren gegeben. Angesichts der wettbewerbsbedingten Überproduktion des Marktes wäre eine direkte Versorgung ohnehin weitaus effizienter.

Und nun ….. ?

Bitte helft mit, diese Idee bekannt zu machen. Sobald jeder versteht, wie einfach das wäre, wäre könnte die Umsetzung schnell und unkompliziert erfolgen.

Weitere Infos gibt es hier: https://simple.economy.nu

Berlin, den 18.05.2026

Eberhard Licht     simple@economy.nu

 

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Osterbotschaft: Am Tisch der Geschwisterlichkeit

Vor wenigen Tagen hat Papst Leo die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich angesprochen und dazu aufgerufen, „Experten für Neues“ zu werden, damit niemand vom Tisch der Geschwisterlichkeit ausgeschlossen bleibt.

Diese Worte berühren den Kern unseres wirtschaftlichen Zusammenlebens. Denn die Spaltung zwischen Reich und Arm entsteht nicht zufällig. Sie folgt einer einfachen Logik: In jeder bezahlten Arbeit entsteht ein Überschuss, der nicht den Arbeitenden, sondern den Unternehmer:Innen zufließt. So vergrößert sich die Ungleichheit automatisch – selbst dann, wenn alle Beteiligten guten Willens sind.

Die Frage ist daher: Reicht es aus, gerechtere Verteilung zu fordern – oder müssen wir die Grundlagen unseres Wirtschaftens neu denken?

Die heutigen Kategorien von Lohn, Preis und Gewinn sind Formen der Vermittlung, sie sind historisch entstanden. Sie haben den menschlichen Fortschritt ermöglicht, aber das Wirtschaftswachstum ist dabei, unsere Lebensgrundlagen zu zerstören.

Die Botschaft von Ostern erinnert daran, dass scheinbar Unveränderliches überwunden werden kann. Vielleicht gilt das auch für unsere Wirtschaftsweise?

Heute sind wir erstmals in der Geschichte technisch in der Lage, Bedarf und Produktion direkt zu verknüpfen. Die weltweite Vernetzung und künstliche Intelligenz würden es ermöglichen, dass die Menschen bei den Produzenten direkt das bestellen, was für ein würdiges Leben notwendig ist – ohne die Beeinflussung des Marktes und des Wettbewerbs, die uns auffordern, immer mehr zu kaufen.

Wir nutzen das Internet bereits für unsere Versorgung, aber es wird noch immer vom Markt vermittelt. Die Eigentümer der Vermittlungsplattformen Aliexpress, TEMU oder Amazon gehören zu den reichsten Menschen der Welt.

Der entscheidende Schritt wäre ein Perspektivwechsel: Wenn Unternehmerinnen und Unternehmer auf ihren Gewinn verzichten würden und Arbeit nicht mehr als bezahlte Ware verstanden wird, sondern als freiwilliger Beitrag zum Gemeinwohl, dann wäre es auch möglich, dass die Wirtschaft für die Menschen da ist und nicht umgekehrt. Denn wenn die wirtschaftlichen Prozesse auf ihre einfachsten Bestandteile zurückgeführt werden, bleiben letztlich zwei Faktoren übrig: die kostenlosen Gaben der Schöpfung (Rohstoffe, Natur) und die bezahlte menschliche Tätigkeit, die direkt mit dem Markt verknüpft ist.

Wenn dieser Markt nicht wäre, dann könnten die Geschenke Gottes, die Gaben der Schöpfung direkt und ohne Umweg zu den Menschen gelangen. Sie würden ihre Gratisheit behalten und allen, ja wirklich allen Menschen bedingungslos zur Verfügung stehen.

Wir müssen uns von dem Gedanken und der Angst befreien, dass die Änderung der Welt nur durch Revolutionen oder Vergesellschaftung möglich ist. Nein, wir müssten nur die Produzenten und die Arbeiter:Innen, also die Konsumenten, an einen Tisch bekommen, als Geschwister, nicht mehr als Gegner. Kein Gewinn, keine Lohnabrechnung und alle Menschen wären bedingungslos mit allem versorgt, was für ein Leben in Würde nötig ist.

Eine solche Ordnung würde nicht nur die soziale Spaltung überwinden, sondern auch den Druck zu ständigem Wachstum beenden. Produktion könnte sich an dem orientieren, was Menschen wirklich brauchen – nachhaltig, langlebig und im Einklang mit der Schöpfung.

Was radikal klingt, berührt einen zutiefst christlichen Gedanken: Alles ist Gabe. Und was Gabe ist, kann nicht zur Ware gemacht werden. Die Kirche hat immer daran erinnert, dass Geschwisterlichkeit kein Ideal für den Himmel allein ist, sondern ein Auftrag für diese Welt.

Vielleicht ist die Zeit gekommen, diesen Gedanken auch wirtschaftlich ernst zu nehmen – damit wirklich alle am Tisch der Geschwisterlichkeit Platz finden.

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