Direkte Versorgung ohne Markt

Versorgung ohne Markt

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Die Grenzen des Wachstums sind überschritten

Warum gelingt es uns trotz enormer Produktivität und technischer Möglichkeiten nicht, alle Menschen gut zu versorgen und Frieden, ökologische Stabilität und soziale Sicherheit dauerhaft zu gewährleisten? Der Kampf ums wirtschaftliche Überleben überschattet weiterhin unseren Alltag. Streiks für höhere Löhne, Debatten um Sozialleistungen und die Angst vor Arbeitslosigkeit bestimmen die Schlagzeilen.

Bis in die 1980er-Jahre hinein galt wirtschaftliches Wachstum vielen als Fortschritt – und tatsächlich brachte es für zahlreiche Menschen steigenden Wohlstand.

Heute jedoch werden die ökologischen Grenzen des Planeten ignoriert, wichtige Rohstoffe werden immer knapper und die Schere zwischen arm und reich klafft immer weiter auseinander.

Weil der Markt nur entscheiden kann, was wirtschaftlich ist, nicht aber darüber, was wir Menschen wirklich brauchen, kann er nicht optimal wirken. Wenn ein Krankenhaus geschlossen wird, dann nicht, weil es an Patientinnen und Patienten mangelt, sondern weil es nicht wirtschaftlich arbeitet.

Und was wäre die eigentliche Aufgabe der Wirtschaft?

Die Antwort ist ganz einfach:
Die Wirtschaft sollte die Menschen optimal versorgen.

Wozu sonst gäbe es sie? Ihr Zweck sollte darin bestehen, allen Menschen weltweit ein Leben in Würde zu ermöglichen – ohne Ausnahme.

Heute erfolgt die Verteilung von Gütern über den Markt.
Doch der Markt kann nicht unterscheiden, welche Produktion den Menschen dient und welche lediglich Wachstum erzeugt. Außerdem sorgen Markt und Wettbewerb für die heutige Überschussproduktion.  Ein Merkmal ist die geplante Obsoleszenz.

Wie könnten wir die Wirtschaft vom Zwang des Marktes befreien, sodass sie sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert –
und nicht am Gewinn?

Direkte Versorgung ohne Markt – ist das überhaupt vorstellbar?

Lange Zeit galt es als unmöglich. Der Markt ist bisher das zentrale Informationssystem: Er regelt, was produziert und angeboten wird.

Seit Jahrtausenden bringen die Produzenten ihre Produkte zum Markt und zeigen, was sie anbieten. Die Konsumenten mussten zum Markt gehen, damit sie alles Lebensnotwendige kaufen konnten.

Aber seit einigen Jahren haben sich die Voraussetzungen verändert.

Die direkte Versorgung der Menschen

Die technischen Voraussetzungen dafür existieren bereits.

Digitale Plattformen zeigen heute schon, wie Produzenten und Konsumenten miteinander verbunden werden können. Dieses Prinzip ließe sich umstellen – ohne kommerzielle Zwischenhändler, dafür mit einer gemeinwohlorientierten Steuerung.

Die Auflösung der Preise

Voraussetzung hierfür wäre freilich, dass alle Produkte frei verfügbar sind. Dies wäre eine unerfüllbare Utopie, wenn die Erde etwas für ihre Gaben verlangen würde. Aber sie schenkt uns alles, was wir benötigen.

Damit Preise entfallen können, müssten zwei grundlegende Bedingungen erfüllt sein:

  • A: Ressourcen müssten frei verfügbar sein
  • B: Produktionskosten müssen entfallen

A: Freie Verfügbarkeit der Rohstoffe

Die Rohstoffquellen sind heute Eigentum von Menschen.

Wenn jedoch alle Produkte frei verfügbar wären, dann bräuchten die Eigentümer der Rohstoffquellen keine Einnahmen, sie könnten mit dem Geld, das sie für das Erdöl oder das Getreide bekommen, nichts mehr kaufen.

Sie könnten deshalb den freien Zugang zu den Rohstoffquellen für alle Menschen gewähren.

Die Rohstoffe wären dann frei verfügbar.

B: Eliminierung der Produktionskosten

Sobald die Rohstoffe frei verfügbar sind, lägen auch die Voraussetzungen dafür vor, dass die Produkte ebenfalls frei verfügbar sein könnten.

Alles, was produziert wird, besteht bekanntlich aus Material und aus Arbeit. Wenn das Material also nichts mehr kosten würde, dann dürfte folglich die Arbeit auch nichts mehr kosten.

In heutigen Arbeitskämpfen fordern die Arbeitnehmer höhere Löhne. Stellen wir uns doch einmal vor, dass sich Beschäftigte und Unternehmer zusammen an einem Tisch setzen und beide Seiten beschließen:

„Wir verzichten sowohl auf die Löhne als auch auf die Profite, damit alles, was wir produzieren, für alle Menschen frei verfügbar ist.“

Dadurch würde niemand etwas verlieren, aber alle würden gewinnen.

Ein grundlegender Systemwechsel

Es handelt sich um ein Ereignis, welches aus drei Komponenten besteht, die alle global gleichzeitig eintreten müssen.

  • Wegfall von Einkommen aus Eigentum
  • Die freie Verfügbarkeit der Rohstoffe
  • Aufhebung von Löhnen und Profiten

Nachdem diese drei Ereignisse gleichzeitig eingetreten sind, existieren keine Preise mehr. Eine direkte Versorgung der Menschen kann beginnen, die sich ausschließlich an den globalen Bedürfnissen und der Bewahrung der Lebensgrundlagen orientiert – und nicht mehr an der marktbedingten Kapitalverwertung.

Ist eine solche Veränderung realistisch?

Für viele Menschen wirkt diese Vorstellung schwer nachvollziehbar. Sie erscheint eher wie eine theoretische oder utopische Idee.

Ein Blick in die jüngere Vergangenheit zeigt jedoch, dass grundlegende Veränderungen schneller möglich sind, als oft angenommen wird.

Denken wir an die wirtschaftliche Umstellung in den ehemaligen Ländern des Realsozialismus nach 1989, die weitgehend problemlos verlief.

Im Frühjahr 2020 kam es durch die Corona-Pandemie innerhalb weniger Tage zu massiven Einschränkungen wirtschaftlicher Aktivitäten in vielen Ländern. Dennoch blieb die grundlegende Versorgung weitgehend stabil.

Das zeigt:
Gesellschaften sind in der Lage, Prioritäten sogar auf globaler Ebene kurzfristig neu zu setzen – und Versorgung auch unter radikal veränderten Bedingungen aufrechtzuerhalten.

Ein oft übersehener Bereich: die Care-Arbeit

Ein großer Teil gesellschaftlicher Tätigkeit, die eigentliche Grundlage des Lebens, funktioniert bereits ohne Marktmechanismen: die Arbeit in Familien und im sozialen Umfeld, auch Reproduktion genannt.

Hier gilt in der Regel:

  • Es werden keine Rechnungen gestellt
  • Es gibt keine Lohnabrechnung
  • Tätigkeiten orientieren sich direkt am Bedarf

Diese Form der Organisation zeigt, dass Versorgung auch ohne Preise und Profitprinzip grundsätzlich möglich ist. Das passiert tagtäglich, in allen Familien auf der ganzen Welt.

Die Ausgangslage

Wir stehen vor einer zentralen Herausforderung:
Unbegrenztes Wirtschaftswachstum ist mit den ökologischen Grenzen der Erde nicht vereinbar.

Gleichzeitig gibt es bisher keine überzeugende Lösung, wie die ausufernde Wirtschaft schrumpfen könnte.

Hier wird erstmalig ein umsetzbarer Plan vorgestellt, der nicht in das Wirtschaftssystem eingreift. Es handelt sich um eine Verweigerung, gegen die sich das System nicht wehren kann.

Das große Fest des Schenkens

Die Transformation der Wirtschaft

Die materiellen und organisatorischen Strukturen der Wirtschaft müssten hierfür nicht geändert werden sondern blieben zunächst auf Grundlage bestehender Lieferverträge erhalten. Die Produktion könnte übergangsweise normal weiterlaufen – lediglich ohne Rechnungsstellung und Lohnbuchhaltung.

Es handelt sich buchstäblich um eine symbolische Umstellung, weil es üblich ist, die Arbeit mehrere Tage oder Wochen vorzuleisten, bevor die Rechnung und die Zahlung fällig wird. Diese zeitliche Verschiebung erlaubt es, den Übergang zu vollziehen, ohne dass sich das unmittelbar auf die Wirtschaft auswirkt.

Da die materiellen, logistischen und informellen Strukturen intakt bleiben, funktioniert die Wirtschaft weiter – mit demselben technischen Fundament, aber ohne geldbasierte Vermittlung.

Weil für Geschenke keine Werbung nötig ist, würde sich jedoch die Wirtschaft transformieren: weg von Überproduktion und hin zu einer bedarfsorientierten, nachhaltigen Versorgung.

Mit dem Wegfall von Konsumdruck und Wettbewerbszwang würden sowohl Produktionsmengen als auch Arbeitszeiten sinken. Automatisierung könnte konsequent im Sinne der Entlastung eingesetzt werden. Fragen der Knappheit würden sich neu stellen, da viele heutige Engpässe systembedingt erzeugt sind und bei sinkendem Konsum auch der Rohstoffbedarf abnehmen würde.

Was passiert, wenn am „Tag der Arbeit“, am 01.05.2027 weltweit auf Waren- und Lohnbuchhaltung verzichtet würde?

Werden wir noch arbeiten, wenn es keine Löhne und Profite mehr gibt? 

Just-in-Time statt Fünfjahresplan

Dezentrale Koordination statt Markt

Was passiert mit dem Finanzsystem nach der Umstellung auf direkte Versorgung?

Schrumpfende Wirtschaft – wachsendes Leben

Wie funktioniert die Koordination ohne Preisschilder?

Für Unternehmer:
Vom Wettbewerb zur Verantwortung

Werden dann nicht die Geschäfte geplündert?

Ist das nicht einfach nur eine andere Form von Vergesellschaftung?

Was unterscheidet die Menschen von der Künstlichen Intelligenz?

Wenn ich ChatGBT oder deepseek frage, was einfacher ist:

  • das Finanzsystem zu reformieren,
  • die Wirtschaft zu vergesellschaften oder
  • die Arbeitskosten zu eliminieren, sodass alle Produkte und Leistungen frei verfügbar sind

bekomme ich als Antwort: Am einfachsten ist die Reformierung des Finanzsystems, dann kommt die Vergesellschaftung der Wirtschaft. Die Eliminierung der Arbeitskosten wird als utopisch und unmöglich eingestuft.

Das Leben nach der Auflösung des Marktes:
Vom BIP zum Bruttonationalglück

Die Effekte würden schnell eintreten:

  • Radikale Arbeitszeitverkürzung: Weil nur noch das Nötige produziert wird und Automatisierung keine Arbeitsplätze mehr bedroht.
  • Ende der Gender-Ungerechtigkeit: Die Trennung zwischen „bezahlter“ und „unbezahlter“ Care-Arbeit verschwindet.
  • Kreislaufwirtschaft ohne Kostenfalle: Da Entwicklungszeit kein Kostenfaktor mehr ist, wird vollständiges Recycling zum Standard.
  • Wahre Freiheit: Jeder kann seinen Talenten folgen, weil der Zwang zur Lohnarbeit entfällt.

Die Familie ist heute schon das Vorbild: In der Familie stellt niemand Rechnungen. Es wird gekocht, wenn Hunger da ist. Es wird repariert, was kaputt ist. Dieses Prinzip, hochskaliert auf die globale Gesellschaft – das ist die Revolution, die noch aussteht.

Resümee: Die Angst vor dem Untergang der Welt ist real [4]. Aber wir stehen nicht vor dem Ende, sondern vor dem letzten logischen Schritt einer 8.000-jährigen Revolution der Menschheit.

  • Die Technik ist da.
  • Die Produktivität ist da.
  • Die Notwendigkeit des Endes des Wachstums ist da.

Es fehlt nur die kollektive Einsicht:

Wir müssen nicht alles kaufen. Wir haben längst genug.

Aufruf

Bitte helft mit, diesen Plan weltweit bekannt zu machen!


Quellen & weiterführende Links

Ein kleines Erklär-Video (5 Minuten)

Bitte habt Verständnis dafür, dass nur Kommentare mit konstruktivem Inhalt veröffentlicht werden.

Berlin, den 10.04.2026

Eberhard Licht

I don't need donations, but please share this plan!

6 Kommentare zu „Versorgung ohne Markt“

  1. Also, ich könnte mir diese Welt gut vorstellen. Ich nähe sehr gerne, aber in meiner Familie braucht niemand etwas. Wenn wirklich alle mit dem demokratisch kontrollierten Internet verbunden wären, und jemand eine Hose braucht, könnte er doch eine Anforderung schicken und eine vertrauenswürdige KI würde diese Anforderung zu mir weiterleiten, weil sie weiß, dass ich gerne nähe. Ich würde ihm dann eine Hose nähen und wäre froh, etwas nützliches gemacht zu haben, worüber sich jemand freut. Ich kann mir auch vorstellen, dass ich dann immer mal ein Foto bekomme, wo er mit der neuen Hose war.
    Also ich wünsche ihnen viel Erfolg mit diesem Plan!
    Herzliche Grüße, Hanna

  2. Was bei der Hose funktioniert, muss noch lange nicht beim Smartphone klappen. Einen Smartphone herzustellen erfordert:
    – Seltene Erden aus China
    – Chip-Fertigung in Taiwan
    – Display-Produktion in Südkorea
    – Software-Entwicklung global verteilt
    – Logistik über Kontinente
    – Tausende spezialisierte Zulieferer

    Das Ganze ohne Geld zu koordinieren ist ein Alptraum!
    Aber ich wünsche ebenso viel Erfolg mit diesem Plan!

    1. Das Besondere an diesem Plan ist ja gerade, dass es nicht wie beim Sozialismus frustrierende Enteignungen geben muss, die zum Chaos führen könnten, denn das Eigentum wird von alleine überflüssig. Aber dazu muss man alles lesen. In Punkt 5 ist genau beschrieben, dass es beim Übergang überhaupt keine Veränderungen gibt. Seltene Erden und Chips werden weiterhin geliefert. Warum auch nicht, wenn es keine Preiskämpfe mehr gibt? Werden die seltenen Erden natürlich unter unmenschlichen oder umweltschädlichen Bedingungen gewonnen, dann dauert es vielleicht ein halbes Jahr länger, bis ein neues Handy verfügbar ist, bis diese Bedingungen verbessert sind.
      Wichtig ist auch Punkt 4.6. Die Grenzen unserer Vorstellungskraft.
      Gerade das Geld ist der Alptraum, das Preisdumping und Ausbeutung des globalen Südens ermöglicht.

  3. Naja es gibt viele Idee für eine Gesellschaft ohne Geld. Leider scheitern die oft an der Umsetzung, da Geld auch Vorteile hat. Ich selber war ein Freund des Venus Projektes, aber eine konkrete Umsetzung sehen ich leider nicht. Ich finde man muss die Menschen erst von dem Geld entwöhnen und dann kann man über die Abschaffung von Geld nachdenken. Die Löhne wie in dem Text als Problem dargestellt, sind jedoch kein Problem. Und der Verzicht auf Löhne wird meiner Ansicht nach leider nicht zum Ziel frühen. Hier wird leider eine rein utopische Idee präsentiert, die so nicht umsetzbar ist.

    1. Ein „Entwöhnen“ funktioniert nicht, weil es sich nicht gegen das jährliche Wirtschaftswachstum von mehreren Billionen durchsetzen kann. Genau deshalb haben das Venus Projekt und alle anderen Postwachstumsideen keinen Erfolg.
      Warum die Löhne?
      Was macht Bosch, wenn die Belegschaft eine Lohnerhöhung durchgesetzt hat? Es müssen mehr Waschmaschinen verkauft werden, weil das Geld für die höheren Löhne nicht vom Himmel fällt. Sie werden dann so konstruiert, dass sie sich nicht mehr reparieren lassen. So einfach funktioniert die zerstörerische Wachstumsspirale. Und nebenbei steigen natürlich auch die Profite.
      Die Abschaffung der Löhne wäre eine friedliche Revolution, die jederzeit erfolgen könnte. Die Wirtschaft würde vorerst unverändert weitergehen, nur dass keine Kosten mehr entstehen und alles gratis ist. Was soll daran Utopie sein? Genau so funktioniert die gesamte Reproduktion, ohne die es keine Wirtschaft gäbe!
      Damit wären die Voraussetzungen für das Venus-Projekt geschaffen. Auch das Problem der Wuchermieten wäre gelöst, weil die Eigentümer nichts mehr mit den Mieteinnahmen kaufen könnten. So löst sich mit dem Finanzsystem auch das Eigentum an Produktionsmitteln und Immobilien auf. Enteignungen wären nicht erforderlich.
      Am besten, du liest mal den Text durch, da ist wirklich alles genau beschrieben.

  4. Hi Eberhard,
    ich bin von deinen Ausführungen richtig begeistert und überzeugt; nicht nur weil sie meiner eigenen Vision von Utopia ist machbar.de sehr ähneln, sondern auch weil du die positiven Möglichkeiten von KI und Digitalisierung hervorhebst. Denn damit ist es zum 1. Mal in der Menschheitsgeschichte möglich den Bedarf von 8 Milliarden Menschen zu ermitteln und die Produktions – und Transportwege darauf abzustimmen, dass alle Menschen „just in time“ das kriegen was sie brauchen und welche Arbeiten dafür nötig sind, um das zu realisieren.(Von nüchts, kommt ja bekanntlich nüchts)
    Für eine 100%tige Zustimmung/Unterstützung fehlt mir aber ein Punkt: Mangelnde Unterstützung der Bevölkerung
    Die macht sich an folgenden Punkten/Argumenten fest:
    a) wenn alles umsonst ist, geht keine*r mehr arbeiten
    b) nach dem totalen Hamstern, folgen leere Regale und Chaos
    c) warum soll ich bei so einem Experiment mitmachen, mit dem Klima ist doch Humbug und ich kann mir auch jetzt schon alles leisten, was ich brauche
    d) das ist schreiende Ungerechtigkeit: Die Bankangestellten, Kassierer*innen, Buchhalter*innen, Kontrollettis und Börsianer*innen fahren am Tag X alle in Urlaub oder machen sich einen faulen Lenz und ich als LKW-Fahrer*in, Lehrer*in, Erzieher*in oder Putzmann/frau etc. soll weiter 8-10 h schuppern wie gewohnt?
    Das sind leider ernstzunehmende Widerstände. Mein Vorschlag diese zu entkräften wäre ein weltweites digitales Netzwerk zur Vorbereitung der Abschaffung des Geldes. Wenn alle Menschen, die nach Zeit und Art frei gewählte Tätigkeit, (deswegen sage ich nicht Arbeit dazu)die irgendwie für einen anderen Menschen oder der Allgemeinheit nützlich sein kann in das Netz einspeisen würden und dazu natürlich der individuelle Bedarf, kann dank KI gesehen werden, wieviel Zeit für Produktion und Distribution dafür aufgewendet werden müsste. Und bei der Frage, „wenn du für nichts mehr bezahlen müsstest, alles nehmen kannst, was du brauchst und als Gegenleistung z.B. nur 10 h in der Woche eine frei gewählte Tätigkeit, die einem anderen Menschen oder der Gemeinschaft nützt, machen müsstest, wärest du dann glücklicher als heute?“ haben 90% aller von mir befragten Menschen mit „ja“ geantwortet. D.h. die mögliche Änderung der heutigen Arbeitsbedingungen/Arbeitsplatzes hat m.E. eine viel größere Überzeugungskraft für die Abschaffung des Geldes als das Argument „wir können ohne Vorbereitung sofort anfangen“.
    Ganz abgesehen davon, würden bei meinem Modell die oben aufgeführten Widerstände entkräftet.
    -a) es ist nichts umsonst, jede*r (auch die heutigen Reichen) muss dafür was tun
    b) durch das vorher transparent erstellte Netzwerk hat jede*r die Sicherheit, dass es zu keinen Versorgungslücken oder Chaos kommt.
    c) fast jede*r hat Lust jenseits seinem/ihren Beruf mal was anderes zu machen
    d) jede*r nach seinen/ihren Bedürfnissen, jede*r nach seinen ihren Fähigkeiten – mehr Gerechtigkeit geht nicht
    Der übliche Einwand an dieser Stelle: Was ist mit der Drecksarbeit, die keine*r machen will? – 3 Lösungen:
    a) Rotationsprinzip: alle müssen mal für ein paar Stunden ran
    b) Belohnung: 2 h entfremdete Arbeit zählen wie 1 h selbstbestimmte Tätigkeit
    c) Roboter/KI übernehmen diese Arbeit

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